17. Mai 2012

Spiele fördern den sozialen Zusammenhalt

Spiele fördern den sozialen ZusammenhaltSpielen ist für die Entwicklung jedes jungen Menschen wichtig und natürlich lassen sich auch Erwachsene gern zu einem kleinen Spielchen überreden. Durch den Eintritt in das Computerzeitalter haben sich die Spielmöglichkeiten vervielfacht und wo früher aufwendige Brettspiele aufgestellt werden mussten und jede Menge Karten das Spielbrett zierten, reicht jetzt ein Rechner und der Zugang zum Internet.

Damit Spiele den sozialen Zusammenhalt fördern können, sollten allerdings nicht nur Games für einen Spieler genutzt werden. Gute Online Rollenspiele führen Spieler aus aller Welt zusammen, denn Gegner oder Aufgaben können meist nur in der Gruppe gelöst werden. Zusammenhalt und Organisation sind dabei extrem wichtig, denn die Ressourcen sind wertvoll und niemand möchte seine mühsam gesammelten Goodies verschleudern. Per Teampeak sind die Spieler verbal miteinander verbunden und nur mit Absprache kann man gemeinsam das nächste Level erklimmen. Wer sich in der Gruppe gut behaupten kann, gewinnt Selbstvertrauen und lernt gleichzeitig anderen zu helfen. Das soziale Gefüge im Netz ist dabei ähnlich wie in der realen Welt und unzuverlässige Mitstreiter werden schnell links liegen gelassen.

Der Umgangston ist ebenso ein wichtiges Instrument, das den Zusammenhalt fördert und auch wenn hier meist ein für den Außenstehenden unbekanntes Vokabular eingesetzt wird, folgt die Unterhaltung einem roten Faden. Strategiespiele für zwischendurch lassen sich in der Mittagspause spielen oder auch am Abend und einige der Games sind rundenbasiert, sodass eine bestimmte Zeit abgewartet werden muss, bevor der nächste Klick erfolgen kann. Damit ist dies Genres auch für Personen geeignet, die tagsüber nicht am Rechner sitzen und nur abends ein oder zwei Stunden spielen möchten. Natürlich gibt es auch hier das Mehrspieler-Prinzip und Gruppen, auch Gilden genannt, versuchen zusammen anstehende Aufgaben zu lösen. Auch hier müssen Absprachen getroffen werden und wenn einzelne Mitglieder die Ursache für ein Scheitern sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur „Maßregelung“. Ein Ausschluss aus der Gilde oder das “Blacklisten” des Spielers machen ihm deutlich, dass auch in der virtuellen Welt ein soziales Gefüge existiert, das nicht ohne Regeln auskommen kann. Natürlich steht vor solch einschneidenden Maßnahmen immer ein gemeinsames Gespräch, das wie in der realen Welt allen Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich zu äußern. Wer seine Fehler einsieht, gehört weiter zur Gruppe und kann sich auch in Zukunft auf die Hilfe seiner Mitstreiter verlassen. Moderne Computerspiele sind also nicht nur negativ zu sehen, denn auch online kann man soziale Kompetenz erlernen und das Erlernte mit ins Alltagsleben nehmen.

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